Programme
– Solo –
An English Gentleman
Vier Instrumente – ein Spieler – ein Solokonzert aus einer Zeit, in der feiner Geschmack, Humor und Intellekt Hand in Hand gingen.
In einem moderierten Konzert entführt Dávid Budai in die Klangwelt des englischen Gentlemans des frühen 17. Jahrhunderts – mit der Lyra-Viol als seinem edelsten und zugleich modernsten Begleiter. Im historischen Treppensaal des Ludwig Roselius Museums entfaltet sich ein schillerndes Klangspektrum voller Resonanz und Noblesse.
Video: William Corkine Solos (2021)
– Duo –
The Da Gamba Code
England, 17. Jahrhundert. The Da Gamba Code entschlüsselt die faszinierende Welt der Lyra-Viol. Domen Marinčič und Dávid Budai erkunden auf zwei Paaren von Lyra-Violen die Entwicklung dieses besonderen Repertoires. Tobias Humes kühne Kompositionen, Alfonso Ferraboscos Polyphonie, die extravagante Klangwelt von Matthew Locke und zuletzt die ausgewogene Kunstfertigkeit von John Jenkins – das Programm zeigt den Wandel von komplexer Mehrstimmigkeit bis hin zu bahnbrechend virtuoser Verzierungskunst. Ein Konzert voller Klangfarben, Experimentierfreude und vergessener Meisterwerke.
Am Rande des Schattens
Miyoko Ito – Lyra Viol Dávid Budai – Lyra Viol
Wenn Sie am Rande des Schattens stehen, sind Sie halb verborgen. Unter einem Baum oder hinter einem Felsen. Je nach Tageszeit schauen Sie in die Sonne. Sie werden Licht und Dunkelheit sehen, Farben und Konturen – unversehens sind Sie in einer anderen Dimension. Das Gefühl, zwischen verschiedenen Welten zu sein, ist faszinierend. Wir befinden uns um das Jahr 1600 in London, am Hofe der englischen Königin Elisabeth I. Gleichzeitig sind wir aber auch im Jahr 2023 in Bremen. Königin Elisabeth hörte die Musik von Lyra-Violen, die der Gambe ähnlich sind, mit einem lieblichen, lange nachhallenden Klang. Wir hören heute jene Töne wieder, wie ein Echo aus der Vergangenheit. Die Musik ist hell und voll, als ob ein ganzes Ensemble spielen würde und als ob die beiden Stimmen sich in ihrer Resonanz verbinden würden.
– Trio –

Cries from London
Mareike Greb – historischer Tanz, Schauspiel, Gesang Miyoko Ito – Lyra Viol Dávid Budai – Lyra Viol
Eine englische Theatertruppe reist auf den Kontinent, landet unerwartet in Bodenwerder und bringt Klänge und Stimmen aus London mit. Shakespeare und seine Zeitgenossen erklingen mit feinen, mysteriösen Liedern, Balladen aus den Straßenecken und virtuosen Tänzen aus der Zeit von Elisabeth I. und Jakob I. In einem Mini-Theaterstück treffen sich Seufzer und Rufe aus Märkten, Clubs und Prunksälen. Zwei Lyra-Violen geben die musikalische Begleitung eines ganzen Ensembles: Die gambenartigen Instrumente klingen mit vollstimmigen Akkorden und verleihen dem Konzert eine beeindruckende Klangfülle. Die Musik spiegelt die intime Welt der Menschen um 1600 und trägt die Emotionen und unausgesprochenen Gedanken. Mareike Greb verwandelt die Bühne in ein lebendiges Bild elisabethanischer Kultur mit Sonetten, Liedern und Tänzen. Miyoko Ito und Dávid Budai spielen zwei große englische Gamben und zwei Lyra-Violen mit Resonanzsaiten, die dem Theaterstück einen silbrigen, halligen Klang verleihen
A Portrait of a Woman
Erika Tandiono – Gesang Asako Ueda – Laute Dávid Budai – Lyra Viol
Das Konzertprogramm beleuchtet die Rolle von Frauen in der Musik des frühen 17. Jahrhunderts. Obwohl es für gesellschaftlich angesehene Frauen als Tabu galt, den Beruf der Musikerin auszuüben, fanden Frauen auch aus mittleren Gesellschaftsschichten Wege zur Musik. Das Singen und Spielen von Instrumenten wurde zu einem festen Bestandteil der Erziehung. Eine verbreitete Praxis im Kontext des häuslichen Musikunterrichts unverheirateter Frauen war das Sammeln von Kompositionen.
Im Rahmen des Programms werden drei Manuskripte vorgestellt, die das musikalische Wirken von Frauen dieser Zeit dokumentieren.























